Warum uns die „Realität“ oft blockiert – und wie wir aufhören, uns von ihr beherrschen zu lassen
1. Warum der Satz „Schau der Realität ins Auge“ so schmerzhaft sein kann
Wenn es um die Themen Manifestation und das Unterbewusstsein geht, hört man unweigerlich diesen einen Satz: „Du musst einfach der Realität ins Auge schauen.“
Natürlich ist Realitätsflucht gefährlich. Wer nur tagträumt und absolut nichts unbemerkt tut, wird im Leben nicht vorankommen. Doch der eigentliche Schmerz entsteht oft gar nicht durch die Realität selbst, sondern durch die automatischen Reaktionen, die in unserem Kopf starten, sobald wir sie betrachten:
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„Das schaffe ich sowieso nicht.“
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„Ich werde nur wieder verletzt.“
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„Es hat sich überhaupt nichts verändert.“

Wenn die Gedanken erst einmal in diese Spirale abdriften, raubt uns das emotional unheimlich viel Energie – und das, obwohl im Hier und Jetzt noch gar nichts Schlimmes passiert ist.
Wer es hingegen schafft, bei jedem Ist-Zustand eine gewisse Distanz zu wahren und sich zu sagen: „Das ist im Moment nur eine Momentaufnahme“, ist klar im Vorteil. Denn damit gibt man die Kontrolle über die eigenen Gefühle nicht an die äußeren Umstände ab.
Auch wenn eine Situation schwierig ist, müssen wir uns nicht zwingend für das Gefühl der Ohnmacht entscheiden. Einmal tief durchatmen, Musik hören, den Geist beruhigen – wie wir danach über die Situation denken, liegt ganz bei uns. Wer dieses Gefühl verinnerlicht, befreit sich Schritt für Schritt aus der Rolle des Opfers der eigenen Umstände.
2. Wie Selbstliebe deine Beziehungen grundlegend verändert
In Beziehungsfragen sieht man immer wieder dasselbe Muster: Die Angst, den Partner zu verlieren, ist so groß, dass die eigenen Bedürfnisse komplett hintenangestellt werden.
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Man liest jede kleinste Stimmung ab.
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Man passt sich extrem an, um bloß nicht anzuecken.
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Man hält an einer Dynamik fest, die einem eigentlich schadet.

Doch mit der Zeit verschiebt sich das Gleichgewicht unbemerkt: Der Partner wird wichtiger als man selbst. Jemand erzählte mir einmal, dass er sich selbst so vernachlässigt hatte, dass auch der Partner anfing, ihn respektlos zu behandeln. Erst in diesem schmerzhaften Moment kam die Frage auf: „Was bedeutet es eigentlich, mich selbst zu lieben?“
Selbstliebe klingt oft nach einem komplizierten, spirituellen Konzept, ist aber im Grunde ganz simpel. Es bedeutet, sich selbst Fragen zu stellen wie:
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„Was möchte ich gerade wirklich?“
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„Was hat mich verletzt?“
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„Wie möchte ich eigentlich behandelt werden?“
Es geht darum, die eigenen Gefühle endlich ernst zu nehmen. Im Bereich des Gesetzes der Anziehung heißt es oft: „Worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, das ziehst du an.“
Wer sich ständig als „ungeliebt“ im Spiegel sieht, bekommt diese Bestätigung auch vom Außen. Wer sich jedoch selbst als wertvoll und respektabel definiert, verändert automatisch seinen Standard – und damit auch die Auswahl seiner Mitmenschen.
3. Gesetz der Anziehung: Können sich Wünsche auch bei negativen Gedanken erfüllen?
Besonders spannend ist die reale Erfahrung, dass Manifestation auch dann funktioniert, wenn man von Zweifeln geplagt wird. Eine Bekannte, die unter mangelndem Selbstbewusstsein litt und in der Liebe voller Ängste war, berichtete genau davon. Jedes Mal, wenn sie ihren Schwarm sah, dachte sie:
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„Was mache ich bloß, wenn er mich anspricht?“
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„Bestimmt werde ich total nervös und gucke komisch.“
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„Und selbst wenn wir zusammenkommen – worüber reden wir überhaupt?“

Normalerweise würde jeder Coach sagen: „Mit so viel Negativität klappt das nie.“ Doch das Gegenteil war der Fall – sie zog regelmäßig sehr beliebte und attraktive Partner an.
Das Faszinierende daran ist die Intensität der Emotionen. Trotz der Angst und der Nervosität war ihre Vorstellungskraft bezüglich einer gemeinsamen Zukunft unglaublich lebendig und detailliert. Mit anderen Worten: Ihr Fokus war trotz der Zweifel voll auf das Ziel gerichtet.
In der spirituellen Szene wird oft gepredigt, man müsse permanent positiv „schwingen“. Doch so einfach lässt sich das menschliche Gehirn nicht austricksen. Manchmal ist es gerade dieses tiefe, fast schon obsessive Eintauchen in ein Szenario – inklusive aller menschlichen Ängste –, das den Wunsch für das Unterbewusstsein extrem real und greifbar wirken lässt.
4. Warum Manifestation dem Aktienmarkt ähnelt
Ein wunderbarer Vergleich zieht Parallelen zum Aktienmarkt. Wenn man eine vielversprechende Aktie kauft, schießt sie selten am nächsten Tag direkt in die Höhe. Oft fällt der Kurs kurzfristig sogar erst einmal ab.
Ein Anfänger gerät dann schnell in Panik, glaubt, er habe einen Fehler gemacht, und verkauft mit Verlust. Erfolgreiche Investoren hingegen lassen sich von kurzfristigen Kursschwankungen nicht beunruhigen und halten an ihrer Strategie fest.
Bei unseren Wünschen und Zielen verhält es sich ganz ähnlich. Wenn wir uns für ein Ziel entscheiden, ändert sich die Realität selten sofort. Manchmal passiert im Außen sogar das genaue Gegenteil von dem, was wir uns erhofft haben. Wer dann sofort aufgibt und denkt:
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„Das klappt sowieso nicht.“
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„Es bringt alles nichts.“
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„Die Realität ändert sich nie.“

…der beendet den Prozess vorzeitig. Die Krux beim Unterbewusstsein ist, dass wir – im Gegensatz zu Aktien – keine konkreten Zahlen auf einem Bildschirm sehen können.
Genau deshalb brauchen wir das, was man an der Börse „Strong Hands“ nennt: das Durchhaltevermögen und das Vertrauen, auch dann dranzubleiben, wenn der Erfolg noch unsichtbar ist. Es geht nicht um blinden, naiven Glauben. Aber die innere Haltung, nicht sofort das Handtuch zu werfen, nur weil das Ergebnis auf sich warten lässt, ist der Schlüssel.
Fazit: Die Kunst, sich nicht von der Realität verschlucken zu lassen
Wenn man über das Unterbewusstsein spricht, wird der Begriff „die Realität ignorieren“ oft völlig missverstanden. Es geht nicht darum, die Augen vor den Tatsachen zu verschließen. Es geht darum, sich nicht von der aktuellen Realität verschlucken zu lassen.
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Nimm dich selbst und deine Bedürfnisse wichtig.
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Gewinne die Kontrolle über deine emotionalen Reaktionen zurück.
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Versuche nicht krampfhaft, negative Gefühle wegzudrücken.
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Und gib nicht auf, bevor die Ergebnisse überhaupt eine Chance haben, sichtbar zu werden.

Am Ende ist der große Wendepunkt für die meisten Menschen keine magische, übernatürliche Fähigkeit. Es ist schlichtweg die Entscheidung, die Beziehung zu ihrer eigenen Innenwelt ein kleines Stück zu verändern.
